Autor: Daniel Möller, Berlin
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Sender Nauen
Vom Gelände der traditionsreichen Funkstelle Nauen bei Berlin wird schon seit 1906 Funkbetrieb abgewickelt. Die Sendefrequenzen lagen damals Langwellenbereich, als Betriebsart wurde gemorst.
Für den Unterhaltungsrundfunk relevant wurde Nauen erst ab 1940. Ab 1957 strahlte man beispielsweise das Programm von Radio Berlin Intl. aus. Dazu errichteten Ingenieure der Telefunken AG eine der ersten komplett dreh- und schwenkbaren Kurzwellenantennen für Rundfunkbetrieb. Diese Konstruktion ist heute noch auf dem Antennenfeld zu bestaunen.
Seit 1990 die Telekom das Gelände übernahm, wurden die meisten der bis dahin genutzten Sender demontiert. Die Schweizer ABB errichtete neue Sendeantennen kleinerer Bauart und Telefunken lieferte dazu die passenden Sender, die nun nicht mehr in der Sendehalle, sondern direkt unter den drehbaren Antennen positioniert sind. In der Sendehalle an sich steht eigentlich gar nichts mehr. Lediglich in einem kleinen Raum gibt es ein wenig Technik zur Kontrolle und Steuerung der Anlagen und Programme. Hauptabnehmer der Sendezeit ist heute die Deutsche Welle.
Empfehlenswert sind die Tage der offenen Tür. Während der Veranstaltung 2001 waren auch allerhand Sender in der historischen Halle zu bestaunen, sowie eine Führung durch die Schaltwarte der Station.
Es lohnt sich aber auch schon ein Besuch des Antennenfeldes, da man recht nahe an die alten Einrichtungen kommt. Das historische Sendergebäude von Herman Muthesius aus dem Jahre 1920 ist besonders sehenswert.
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