Autor: Daniel Möller, Berlin
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Wetterfax (HF-Fax)
HF-FAX ist eine digitale Betriebsart, bei der eine Bildinformation übertragen wird. In der Stellung 'AM' des Empfängers macht sich dies durch ein 'Kratzen' bemerkbar.
So hört sich ein typischen Fax-Signal auf Kurzwelle in SSB an:
Und hier das Beispiel einer Wetterkarte des DWD, die ich über den Sender Pinneberg bei Hamburg als HF-FAX empfangen habe (120 lpm):

© by Deutscher Wetterdienst (DWD), Offenbach
Um Wetterfaxe zu dekodieren, benötigt man einen Empfänger mit SSB-Teil (=single side band), da die meisten dieser Stationen in USB (=upper side band) senden.
Anbei einige Frequenzen von Diensten, die in Europa leicht zu empfangen sind:
| Station | Dienst | Frequenzen (kHz) | Mode | Bemerkung |
| DWD (Deutscher Wetterdienst) - Sender Pinneberg bei Hamburg | Wetterkarten | 3855.0 7880.0 13882.5 | FAX, 120 lpm, modul 576 | Testkarte um 1130 UTC |
| Kobnhavn Meteo | Wetterkarten | 5850.0 9360.0 13855.0 17510.0 | FAX 120 lpm, modul 576 | - |
Da Information in Form schneller Tonfolgen vorliegt, kommt nun der PC mit Soundkarte und eine Dekodiersoftware zum Einsatz. Das Signal gelangt somit vom Empfänger in den Rechner, und die Wetterkarte wird dort mithielfe iner Software dekodiert und auf dem Bildschirm dargestellt.
Hier ein Programm, das ich selber getestet habe:
JVCommDiese Software kann nicht nur Wetterkarten problemlos darstellen, sie dekodiert auch Telex (RTTY) und SSTV (Amateurfunkschmalbandfernsehen, z.B. auf 7040 oder 14230 kHz). Die Bedienung ist denkbar einfach: Den Empfänger beispielsweise über den Kopfhörerausgang mittels eines Kabels mit der Soundkarte des PCs verbinden - fertig.
laps per minute ?
Laps per minute, also Umdrehungen pro Minute, ist ein häufig anzutreffendes Parameter in Zusammenhang mit Fax. Es geht auf den Ursprung dieser Übertragungstechnik zurück. Der schottische Uhrmacher Alexander Bain konstruierte bereits 1843 einen Kopiertelegrafen, der es gestattete, Handschriften und Zeichnungen, elektrisch zu übertragen. Das zu übertragende Bild wurde dabei auf einer rotierenden Walze aufspannt und Bildelement für Bildelement durch einen Metallstift schraublinienförmig abtastete. Die Regulierung erfolgte auf der Empfangsseite in ähnlicher Weise.
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