erstellt am 25.04.2026
"Eruptionsgewitter"
Die Ausbreitungsbedingungen der vergangenen Woche waren eingeschränkt. Ein Hochgeschwindigkeitsstrom aus einem großen koronalen Loch war die Ursache. Der Kp-Index erreichte zeitweise Kp 5, die MUF hatte Mühe, zu Tagesbeginn hochzukommen. Das machte sich besonders auf den höheren Bändern bemerkbar, denn selbst das 13-m-Band öffnete nur gelegentlich. Zwar gab es die ein oder andere Gelegenheit, aber die Signale waren, wenn denn welche da waren, zumeist recht schwach.
Und während die geomagnetische Aktivität in der zweiten Wochenhälfte langsam abflaute, kam es dann am Donnerstag zur Überraschung: Zeigte die Sonne bis dahin kaum Aktivität, glänzte sie an diesem Tag mit gleich vier M-Flares, am Freitag kam es dann sogar zu zwei X2.5-Flare-Ausbrüchen. Das sind sechs Flares innerhalb von nicht mal 36 Stunden. Und siehe da, die MUF3000 erreichte - statt wie in den letzten Tagen bei 20 MHz zu verharren - die 25-MHz-Marke.

Freitagabend lag die Prognose der NOAA für weitere M-Flares bei 75%, für X-Flares bei 35%. Der solare Flux soll auf Werte um 135 Einheiten ansteigen, so die Prognose. Das heißt, es lohnt sich, auch auf 13 und 11 Meter zu achten.
Am jetzigen Wochenende bleibt die geomagnetische Aktivität noch gering, was die Lowband-DXer freuen wird. Doch schon Sonntagabend sollte damit Schluss sein, wenn mit einer Zunahme des Sonnenwinds zu rechnen ist sowie mit der Ankunft einer CME - Ergebnis eines der M-Flares vom Donnerstag. Richtung Wochenmitte soll es dann wieder ruhiger werden.
Allen Kurzwellenfreunden wünsche ich einen störungsfreien Empfang. 73 de Tom, DF5JL, vom HF‑Referat des DARC / FWBSt RHB.
Quellen: DK0WCY, SWPC/NOAA, NASA, USAF 557th Weather Wing, STCE/KMI (Belgien), IAP Juliusruh, SANSA, WDC Kyoto, GFZ Potsdam, Met Office UK, DL1VDL/DL8MDW/DARC‑HF‑Referat.






Weiterführende, anschauliche Erklärungen zu den hier verwandten Begriffen und deren Möglichkeiten der Interpretation finden Sie im Kapitel 







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