erstellt am 22.08.2026
In den vergangenen sieben Tagen zeigte sich das Weltraumwetter deutlich wechselhaft, geprägt von erhöhter Sonnenaktivität und mehreren geomagnetischen Störungen.

Die Auswirkungen dieser Aktivität waren auf Kurzwelle klar spürbar: Die Bedingungen waren zeitweise beeinträchtigt, DX‑Signale zeigten starkes QSB und transatlantische Verbindungen wirkten geschwächt. Besonders am 18. und 19. August erreichte der Kp‑Index leicht stürmische Werte bis 5, ausgelöst durch schnelle Sonnenwindströme aus zwei großen koronalen Löchern. Dies führte zu einer spürbaren Dämpfung der Ionosphäre. Dazu registrierten die Beobachter in der vergangenen Woche insgesamt fünf M‑Flares, eine moderate, dennoch anhaltend aktive Sonnenlage. Der solare Flux erreichte im Maximum 129 Einheiten – ein Wert, der solide, aber nicht außergewöhnlich ist.
Die aktuellen Daten zeigen einen Kp‑Index um 1–3 sowie eine Sonnenwind-Geschwindigkeit um 450 km/s – ein Wert, der zwar erhöht ist, aber keine akuten Störungen verursacht. Die Ionosonden in Juliusruh und Dourbes bestätigen eine Erholung: Die MUF erreichte zuletzt wieder Werte um 20 MHz bei 3000 km Sprungentfernung, ein typischer Wert für eine sich normalisierende Ionosphäre nach Störphasen.
Für die kommenden Tage erwarten Weltraumwetter-Beobachter Fluxwerte zwischen 110 und 130 sowie geomagnetisch ruhige Bedingungen, was auf eine Verbesserung der HF‑Ausbreitung hindeutet. Auf den höheren Bändern bleibt die Lage dagegen wechselhaft: Sporadic‑E ist zwar noch bis Anfang September möglich, wird aber zunehmend schwerer zu finden sein und nur kurz auftreten.
Die Kurzwellenbänder 49 m bis 19 m bleiben durchgehend nutzbar, 16 m ist zeitweise solide, vor allem in südliche Richtungen; während sowie 13 und 11 m nur sporadisch öffnen. Die aktuelle Entwicklung deutet insgesamt auf ruhigere Bedingungen und bessere HF‑Ausbreitung in den kommenden Tagen hin.
Allen Kurzwellenfreunden wünsche ich einen störungsfreien Empfang. 73 de Tom, DF5JL, vom HF‑Referat des DARC / FWBSt RHB.
Quellen: DK0WCY, SWPC/NOAA, NASA, USAF 557th Weather Wing, STCE/KMI (Belgien), IAP Juliusruh, SANSA, WDC Kyoto, GFZ Potsdam, Met Office UK, DL1VDL/DL8MDW/DARC‑HF‑Referat.






Weiterführende, anschauliche Erklärungen zu den hier verwandten Begriffen und deren Möglichkeiten der Interpretation finden Sie im Kapitel 







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