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Ausgabe für Braille-Zeile und Screenreader.

Funkpiraten (Schwarzfunker)

Funkpiraten

In diesem Kapitel geht es nicht um Radiopiraten, sondern um solche, die unlizenziert - also ohne offizielle behördliche Genehmigung - Funkverkehr abwickeln.

Es handelt sich um unlizenzierte Funker, umgangssprachlich Schwarzfunker, die Sprechfunkverkehr mit eigenen Geräten abwickeln. Sie funken als Hobby, arbeiten oft mit Amateurfunkgeräten und verwenden Einseitenbandmodulation (SSB). Die genannten Rufzeichen sind frei erfunden und geben in der Regel auch keine Rückschlüsse auf ihren Standort.

Empfangstipps: Auf 6670 kHz +/- 10 kHz tummeln sich in SSB meist abends und am Wochenende zahlreiche Stationen, vornehmlich aus Deutschland und Großbritannien. Italienische Stationen verwenden oft die Frequenz 6660 kHz, wohingegen deutsche Stationen die Frequenz 6670 kHz in SSB zu bevorzugen scheinen. Allgemein sind die Empfangs-Chancen für Piratenfunk im Bereich 6600 bis 6700 kHz ohnehin am höchsten.

Weitere Bereiche sind: das sogenannte 85-Meter-Band zwischen 3450 und 3495 kHz. Auf 3475 kHz scheint dabei die Anruffrequenz zu sein.

27765 kHz ist eine ebenfalls interessante Frequenz, auf der sehr viele deutschsprachige Stationen aus dem Ausland zu hören sind.

Eine Ausnahme bildet das 7-Meter-Band: Zwischen 53750 und 53525 kHz sind ebenfalls Funkpiraten in SSB aktiv.

Familienfunk

Der Familienfunk bildet eine Besonderheit unter den Schwarzfunkern.

Diese Stationen tragen keine Rufzeichen und wickeln ihren Funkverkehr auch nicht unter funksportlichen Gesichtspunkten ab.

Der Verkehr dient überwiegend der 'Familienzusammenführung' und außerdem der Einsparung von Telefonkosten.
Empfangstipps: Auf 14035 kHz sowie zwischen 14040 und 14065 kHz USB sind oft Stationen in Ukrainisch zu hören. Die Gegenstationen sitzen vermutlich in Westafrika.